„Anmut ist eine schöne Zierde der Kunst. Ohne Anmut gibt es kein feines Reiten, ohne Feingefühl kann man nicht an Kunst denken. Gewalt und Kraft sind die Mitgift der Mittelmäßigen, die niemals wahrhaftig sein wollen“

Nuno Oliveira, portugiesischer Reitmeister des 20. Jahrhunderts

Mit diesem Zitat möchte ich zeigen, was für mich einfach reiten bedeutet – nämlich feines Reiten, bei dem keine Gewalt, sondern Kooperation, keine Kraft, sondern Balance die Triebkräfte in Richtung Reitkunst sind; kurz gesagt, wenn es Pferd und Reiter einfach möglich ist, gemeinsam anmutig zu sein.

Die klassische Reitkunst – und damit auch mein Reitunterricht – steht dafür, jedes Pferd entsprechend seiner individuellen physischen und psychischen Möglichkeiten auszubilden, sodass es nicht nur gesund bleibt, sondern auch unter dem Reiter schöner und imposanter werden kann.

Die Basis dafür bietet eine solide Grundausbildung von Pferd und Reiter, angefangen bei der Arbeit an der Longe und vom Boden, über das Finden der gemeinsamen Balance unter dem Reiter bis hin zu schwierigen, versammelten Lektionen. Mein oberstes Ziel beim Reiten und Unterrichten ist es, in all diesen Bereichen einfache Wege und Übungen aufzuzeigen, um ein gut ausbalanciertes, geradegerichtetes, lockeres Pferd zu formen, mit dem das Reiten einfach Spaß macht.

Und auch die zweite Bedeutung von einfach reiten soll dabei nicht zu kurz kommen, nämlich, dass man keine Scheu haben muss, neue Dinge zu probieren und sich so gemeinsam mit seinem Pferd weiterzuentwickeln – Vieles lernt man eben einfach erst durch’s Reiten!